Teatro del Chiodo
Musikclownerie der feinen Art
Quand la musique classique se déchaîne!
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Pressestimmen

grosser Erfolg von "Smoking Chopin" am Féstival OFF 2007 in Avignon
L'Hebdo 12/07/2007
Das Schweizer Duo durchstreift einen Teil der klassischen Meisterwerke. Dieser Leitfaden ist jedoch nur Vorwand. Weil bei thomas & lorenzo kommt mehr als nur eine Saite zum schwingen. Natürlich sind sie Musiker, aber nicht nur. Unleugbar auch Komiker und Akrobaten. thomas & lorenzo spielen ständig auf mehreren Registern. Einschliesslich der Pantomime. Die gezeigte Vorstellung vereint in passender Ausgewogenheit Humor und Meisterschaft. Eine Note Poesie krönt das Ganze, die in einem Crescendo vom Anfang bis zum Schluss ansteigt. Mit kräftigem Bogenstrich und Tasteneinsatz kratzen sie die gestelzte Seite der sogenannt ernsten oder bürgerlichen Musik auf. Ein veritables Vergnügen, absolut sehenswert, einschliesslich der Musikliebhaber. G.M.

Stuttgart, Info 3, Februar 2005
Klassisches auf die etwas andere Art
"Smoking Chopin" in Forum-Theater
Wohl selten hat man einen Notenständer wahrlich dämonischer lachen sehen. Dem Musikkabarettisten-Duo thomas & lorenzo gelingt es in dem Sketch "Die Rache des Notenständers" das so anschaulich wie komisch darzustellen. Die Nummer gehört zu einer aus acht kleinen Stücken bestehenden Collage mit dem Titel "Smoking Chopin" (Endregie Ferruccio Cainero), die am 12. Januar im Forum Theater, Stuttgart, Première hatte. ......Musikalisch wie akrobatisch und komödiantisch virtuos interagieren der nach wie vor charmante Lorenzo am Klavier und der fidele Geiger Thomas, dessen graue Haare ihm als wirre Künstlermähne ums Haupt flattern. Da klettert der eine während des Spiels über den anderen, um an dessen Feuerzeug zu gelangen; da bringt ein ignoranter Neureicher einen Starpianisten zu schierer Verzweiflung, weil er ihn harmlos-trällernde Liedchen zum Essen spielen lassen will; da steigern sich die beiden bei Schuberts "Der Tod und das Mädchen" in ein Tränenkonzert hinein; da versuchen sie als des Bettelns ungeübte Arbeitslose dummdreist an Geld zu kommen und da werden die Instrumente schon mal als Folterwerkzeuge beschrieben .... Die ausdrucksstarke Mimik und das harmonische Zusammenspiel der beiden ist unvergleichlich.
Das neue Programm des bekannten Zwiegespann besitzt alles, was eine feine Musikclownerie ausmacht. Das ist so rührend wie humorvoll, so einfallsreich wie souverän. Wieder einmal erfährt man von thomas & lorenzo, dass sich klassische Musik und Komik wunderbar vereinen lassen.
Christian Stolz

Dernières Nouvelles d'Alsace 24/05/04
Höhere Kunst
thomas & lorenzo, ohne Zweifel die beste Produktion des Festivals
Thomas und Lorenzo haben den letzten Höhepunkt zum Festival l'Humour des Notes beigesteuert.
Es beginnt banal, mit einem abgetretenen Gag: der Pianist lässt den Solisten und das Publikum warten, weil sein Klavierstuhl sich in unbequemer Höhe verklemmt hat. Werkzeugkiste, Reparatur. Man sagt sich: "Oh la la, das haben wir doch schon mal irgendwo gesehen". Falscher Eindruck: weil ab jetzt folgen sich Gag auf Gag ohne Unterbrechung und versetzen das Publikum in ein Nonstop-Gelächter.
Thomas hat es sich in den Kopf gesetzt den Ignoranten die Kultur näherzubringen. Weitschweifiges Programm beginnt mit auf- und absteigenden Tonleitern! Mit seiner Viola vollführt Thomas die unwahrscheinlichsten akrobatischen Kunststücke, immer spielend, um zum Beispiel die Noten mit den Zehen vom Boden aufzulesen. Sein Partner Lorenzo, belästigt durch das niek-niek eines Stuhles eines unruhigen Zuschauers, verschluckt sein Pfeiffchen. Die Vorstellung erreicht seinen Höhepunkt, als Thomas die Bühne verlässt, um eine gerissene Saite zu ersetzen, während Lorenzo dazu verdammt ist ganz alleine seine plum-plum endlos fortzusetzen.
Die Moldau, die Lerche, Karneval der Tiere sind einige der musikalischen Zutaten für ihre urkomischen Gags.
Ohne jeden Zweifel, was den Humor betrifft, ist ACHTUNG KAMMERMUSIK!!! das am besten konstruierte Spektakel.
B.K.

Samstag, 11. Juni 2005 Zürichsee-Zeitung Rechtes Ufer
Virtuoses Musikclown-Duo begeisterte das Publikum
Meilen: Das Künstler-Duo thomas & lorenzo gastierte mit «Smoking Chopin» im «Löwen». Mit ihrem Auftritt verhalfen die zwei Künstler der Mittwochgesellschaft zu einem Volltreffer: Den Zuschauern wurde theatralische Unterhaltung der Spitzenklasse geboten.


Das Programm «Smoking Chopin» sei das Produkt verschiedener Autoren, erklärte Thomas Usteri. Acht Nummern von acht verschiedenen Autoren wurden aufgeführt. Den Anfang machten Bratschist Thomas Usteri und Pianist Lorenzo Manetti mit dem Stück «Hauskonzert» von Franz Hohler.Viel passender hätte Usteri den reichen Hausherren im Hausmantel nicht darstellen können: Der musikalisch nicht eben bewanderte Gastgeber will seiner der seichten Musik zugeneigten Frau zum 40. Geburtstag ein Hauskonzert mit einem weltberühmten Pianisten schenken.
Sensible Pianisten Die sketchartigen Missverständnisse der Szene verleugneten die Herkunft Hohlers nicht. Der Einladende erhielt darin vielfache Möglichkeit, den italienischen Pianisten-Namen falsch auszusprechen oder sich als Unkenner der Materie zu profilieren. Das fundierte Können von Lorenzo Manetti am Flügel drang nebst allem Humor immer wieder durch. Trauriger ging es in der zweiten Nummer zu und her. «Der Tod und das Mädchen» hiess die von Regisseurin Barbara Schlumpf verfasste Szene. Der obersensible Pianist romanischen Seelengutes weinte schon bei der Ansage, während der kühle «Profi» der Alpennordseite das sattsam bekannte Thema Schuberts «bereits zum 50. Mal» spielte. Das absehbare Ende: Die beiden verliessen weinend die Bühne,weil es «so schön wie noch nie» war. Hatten die Artisten bis jetzt nebst ihren Instrumenten ausschliesslich ihren Körper eingesetzt, traten sie im nächsten Stück mit Richard Webers pointierten Masken auf. «Der Schluckauf» heisst der Titel, es agierten zwei ältere Herren als musizierendes Duo. Nichts wollte so recht klappen, beide hatten Probleme mit Stimmen, Noten und Ständern. Dazu ertönten seltsame Quietschgeräusche, die mit etwas Öl aus dem «Stiezli» beseitigt wurden. Die plötzlich geschmeidig gewordenen Gelenke gaben Thomas Usteri Gelegenheit, seine Körperbeherrschung zu demonstrieren, die er sich in seiner Ausbildung an der Schule Dimitri angeeignet hat.
Beweglicher Notenständer Die Nummer «Smoking Chopin» stammte aus der Feder des Choreografen Christian Mattis. Lorenzo Manetti stellte den weltberühmten Pianisten absolut treffend dar. In Bernie Schürchs (Mummenschanz) «Die Rache des Notenständers» wehte zeitweise gar Kaspar Fischers Geist durch den Raum, dermassen suggestiv gerieten die Umformungen des Notenständers: einmal Hirsch, einmal Eule, ein andermal Katze, mal zutraulich, mal aggressiv. Als Zweitletztes stand der vom Schauspieler Philippe Cohen konzipierte Sketch «Die Unzufriedenen» an. Hier gaben die Darsteller einmal mehr Einblick in ihren Tresor mimischer Künste. Den Abschluss des Abends bildete eine Nummer aus Meister Dimitris eigener Feder: «Clowns» gab den Protagonisten ein letztes Mal Gelegenheit, ihr Repertoire voll auszuschöpfen. Nicht nur, dass Pianist Manetti sich als Geiger und Bratschist Usteri als Pianist profilierte, man erinnerte sich auch plötzlich an Chaplins Clown Calvero im Film «Limelight». Artistisch hervorragend, was mit Verkehrthalten einer Geige alles bewirkt werden kann und wie zwei Personen ein Streichinstrument in vielen verschiedenen Positionen zum Klingen bringen können. Das Publikum war von dieser hochstehenden Unterhaltung jedenfalls begeistert – solches lässt man sich stets gerne wieder bieten.
BALTHASAR STEINBRÜCHEL